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Wort an die Leser
Liebe Leserin, lieber Leser,

Liebe in Zeiten des Hasses: So heißt das neue Buch von Florian Illies. Anhand von berühmten Liebespaaren zeichnet der Autor ein Epochengemälde der 1930er Jahre. Doch all die schönen und bisweilen verwickelten Beziehungsgeschichten, die Illies meisterhaft erzählt, können nicht davon ablenken, dass sie in eine schwierige Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus und eines nahenden Weltkrieges fallen. Bei aller Flucht ins private Glück, in Liebe und Liebschaften, und bei allem Hype um die Partymetropole Berlin entpuppt sich die Zeit der Weimarer Republik eben doch nur als eine Zwischen-Kriegs-Zeit.

Liebe in Zeiten des Hasses erscheint in der Zeit des furchtbaren Ukraine-Krieges und wirft die verstörende Frage auf, ob die letzten Jahrzehnte in Europa doch wieder nur eine Zwischen-Kriegs-Zeit waren. »Liebe in Zeiten des Hasses« – das benennt sehr treffend auch die Herausforderung, in der wir Predigerinnen und Prediger stehen. Welche Worte fallen uns ein in diesen Zeiten des Hasses? Wie predigen in einer in so vielerlei Hinsicht prekären und unklaren Situation? Was sollten wir anderes tun, als schlicht und einfach von der Liebe Gottes zu reden, von nichts als der Liebe angesichts von Hass und Krieg …

Ausgerechnet in diesem Heft provoziert der Kölner Theologe Hans-Joachim Höhn mit seinem »Das Thema«-Beitrag unter dem Titel: »Ausgeliebt«. Er erhebt Einspruch gegen eine allzu naive und floskelhafte Predigt vom »lieben Gott« und beschwört sogar die Gefahr herauf, Gott auf fromme, aber belanglose Weise »zu Tode zu glauben«. Dieser fünfte Teil unserer Themenreihen »Fehlt Gott?« sei allen Leserinnen und Lesern wärmstens zur kritischen Lektüre empfohlen.

Wenn wir in dieser Zeit des Jahreskreises schließlich auf die Reihe der Sonntagsevangelien nach Lukas schauen, sehen wir schnell, dass auch Jesus in seinen Reden und Gleichnissen auf dem Weg nach Jerusalem nicht weichzeichnet, sondern die Spannungen in der Welt herausstreicht: Er spricht von Liebe und Hass, von Frieden und Spaltung, von Vorrechten und Benachteiligung, von Reichtum und Armut. Diese Evangelien zeitgemäß und zeitsensibel auszulegen, bemühen sich die Autorinnen und Autoren in diesem Heft.

In ihrem Namen und im Namen des Redaktionsteams vom Prediger und Katechet grüße ich Sie herzlich!

Stefan Walser

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