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Wort an die Leser
Liebe Leserin, lieber Leser,

ein Thema des Pfingstevangeliums ist die Angst der Jünger: Sie verstecken sich in einem Haus, hinter dicken Mauern und verschließen die Fenster und Türen. Angst ist seit zwei Jahren zu unserem ständigen Begleiter geworden, die Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Zu dieser Angst vor Infektion ist jetzt noch eine andere Angst gekommen, die Angst vor Krieg. Die Menschen in der Ukraine vergehen vor Angst, weil ein Despot ihr Land überfallen und alles in Schutt und Asche gelegt hat. Angst macht sich auch im Rest der Welt breit. Viele haben Angst davor, dass der Konflikt eskaliert.

Wir alle erfahren uns durch die Pandemie und durch den Krieg in der Ukraine zunehmend als ohnmächtig. Viele von uns haben den Eindruck, sich in einer Endlos-Schleife zu befinden. Die erhoffte neue Normalität ist in weite Ferne gerückt. Viele haben kaum noch Kraft. Manche befürchten sogar, dass die gegenwärtige Krise noch nicht alles ist. Resignation macht sich breit: »Wir können sowieso nichts ändern«.

Zwei Entwicklungen aber stimmen mich hoffnungsvoll. Die gegenwärtige Krise hat auch etwas Einigendes. Sie steigert das Gefühl des Zusammenhaltens, der Stärkung. Das zeigt sich auf der Ebene der großen Politik, aber auch bei den zahlreichen großen und kleinen Solidaritätsbekundungen mit der Ukraine. Der Kölner Rosenmontagszug zum Beispiel war eine Demonstration für den Frieden und gegen den Krieg. Er hat deutlich gemacht: »Wir sind viele«.

Das zweite ist die Erkenntnis, ein wie hohes Gut der Friede ist. Für viele von uns war es geradezu selbstverständlich, in Frieden zu leben. Jetzt aber ist er zerbrechlich geworden. Er ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Er ist darum mehr denn je zum »Tätigkeitswort« geworden. Er will praktiziert, gelebt, eingeübt werden. Bei aller Aktivität des Menschen ist er auch ein Geschenk: Der Auferstandene, so sagt das Pfingstevangelium, wünscht seinen verängstigten Jüngern: »Friede sei mit euch«.

Auch wenn alle Beiträge des vorliegenden Heftes vor dem Krieg in der Ukraine entstanden sind, so hoffe ich doch, dass sie Ihnen Impulse für Ihre Verkündigung in dieser schwierigen Zeit geben können.

Im Namen der Redaktion grüßt Sie herzlich

Peter Seul

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