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Wort an die Leser
Liebe Leserinnen und Leser,

mit diesem Heft verabschiede ich mich als Redakteur des Prediger und Katechet. Nach 32 Jahren in der Redaktion und nach mehr als drei Jahren im »gesetzlichen Ruhestand« braucht es keine gewundenen Begründungen dafür, warum ich diese Aufgabe aus der Hand geben will. Sie hat mir immer Freude gemacht. Die freundschaftlich-inspirierenden Sitzungen (wo gibt es das sonst noch!) der Redaktionskonferenzen, die Zusammenarbeit mit Autorinnen und Autoren, das vertrauensvolle Miteinander mit dem Schwabenverlag: Es wird mir fehlen. Aber jetzt ist einfach Zeit für den Abschied, zumal ich als Autor gern weiter mit dabei bin.

Für mich selbst hat die homiletische Arbeit, die mir schon in meiner Pastoralassistentenzeit wichtig geworden und mit meiner Zeit als Assistent am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät in München bei Erich Feifel hauptamtlich anvertraut war, eine bleibende Faszination: Der gelernte systematische Theologe stand immer wieder neu vor der Herausforderung, den Zuhörern theologisch Bedachtes im Gottesdienst nahe zu bringen. Und genau daran hatte es sich Mal für Mal zu bewähren.

Dass man mir diese Aufgabe als »Laientheologe« anvertraute, war kirchlich lange kein Problem. Umso bedrückender – lassen Sie mich das an dieser Stelle sagen –, als das Verbot der Laienpredigt in der sonntäglichen Eucharistiefeier in Kraft trat. Ich verstand die Begründung nicht, verstehe sie heute weniger denn je. Die Einheit des Dienstes am Wort der Verkündigung und am Altar? Wir haben sie längst aufgegeben, wenn Priester in Großgemeinden den Predigtdienst für ein ganzes Wochenende übernehmen und deshalb von Gottesdienst zu Gottesdienst eilen, oft schon nach der Predigt den Gottesdienstort verlassen müssen. Außerdem: Warum sollte in Eucharistiefeier und Verkündigung nicht möglich sein, was innerhalb wie außerhalb der Kirche als Ideal proklamiert wird: das vertrauensvolle Miteinander im Dienst an den Menschen?

Meine lange Erfahrung im Verkündigungsdienst lässt mich darauf hoffen, dass die Bischöfe endlich den Mut finden, hier andere, ehrlichere Wege zu beschreiten. Es wird so viel lebendig in unserer Kirche. Warum sollte man da nicht über so offenkundig sachwidrige Festlegungen hinweg kommen können? Ich wünsche Ihnen eine fruchtbare Karwoche und eine erfreuliche Osterzeit und grüße Sie, auch im Namen der Noch-Mitredakteure

Ihr

Jürgen Werbick

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