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Wort an die Leser
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst!

In den Zeitraum, in dem dieses Heft Ihnen Anregungen zu Ihren Predigten geben möchte, fällt für viele der Beginn der Urlaubs- und Ferienzeit. Ausspannen, durchatmen, mal etwas ganz anderes tun, dem Zwang der Pflicht für einige Zeit entkommen, die Seele baumeln lassen: das und vieles mehr gehört zu den Chancen, die Ihnen diese Zeit bietet. Schön ist das, vorausgesetzt, Sie gönnen sich das wirklich.

Aber ich sehe sie im Geiste vor mir, die Urlauber, die nicht wirklich loslassen können. Ich sehe sie in Badehose im Strandkorb sitzen – den Laptop auf den Knien. Ich sehe sie auf dem Wanderweg, das Handy am Ohr, und die Brocken, die ich im Vorübergehen aufschnappe, lassen mich ahnen, dass hier ein Verantwortlicher in seinen Betrieb hinein telefoniert. Ich höre sie im Restaurant auf der Terrasse, wo sie mit viel zu lauter Stimme wichtige Verhandlungen am Telefon führen – alle erschauern vor der Wichtigkeit dieses Menschen – und ich denke nur: »Du Depp!«

Am Beginn des Urlaubs heißt es: loslassen, wirklich loslassen. Nimm dir nicht noch diese oder jene Arbeit mit: »Das mache ich mal in einer stillen Stunde.« Delegier deine Verantwortung ordentlich und vertrau: »Wenn ich weg bin, machen die das schon!« Lass die Gedanken an die Schule, an die unangenehmen Nachbarn, den unbequemen Chef zuhause, wenn Du aufbrichst in den Urlaub. Sie merken, ich rede nicht nur von den anderen, ich rede auch von mir, dem Seelsorger, der Seelsorgerin, die doch so viel zu tun haben und so wichtig sind, dass sie nur mit schlechtem Gewissen in den Urlaub fahren. Wenn Sie drei Wochen krank sind, bricht die Gemeinde nicht zusammen – wenn Sie drei Wochen in Urlaub fahren, auch nicht. Gerade wo wir einen Beruf haben, der vereinnahmend ist und uns oft den Feierabend nicht gönnt, sollten Sie für die Zeit des Urlaubs Ihre Gemeinde loslassen, um sie am Ende gut erholt, mit Freude wieder zu umarmen. Die Gemeinde wird es Ihnen danken – und ihre eigene Seele samt Körper auch!

Der Urlaub ist ein Beispiel dafür, wie wichtig das Loslassen für das Gelingen des Lebens ist. Wer loslassen kann, wird frei, nimmt keine unnötigen Lasten aus der Vergangenheit mit, hat die Hände frei für das, was vor ihm liegt – und traut denen, die nach ihm kommen, zu, dass sie es gut machen. Wer loslassen kann, hat einen Schlüssel für gelingendes Leben in der Hand. Aber bleiben wir beim Nächstliegenden: Auch im Namen meiner Redaktionskollegen wünsche ich Ihnen einen befreiten und darum erholsamen Urlaub!

Heribert Arens

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