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Wort an die Leser
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verkündigungsdienst,

können Steine predigen? Von Jerusalemer Orten sagt man, dass sie sprechen, und – auch nach vielen Jahrhunderten – die Evangelien auf besondere Weise lebendig werden lassen. Für die christlichen Wallfahrer, die seit der Errichtung der Konstantinischen Grabeskirche im vierten Jahrhundert nach Jerusalem pilgern, war und ist dies zumeist die Erfüllung einer Sehnsucht: Einmal den Boden berühren, den Jesus berührt hat, dort atmen, gehen, beten, feiern, wo er gelebt und gelitten hat. An keinem kirchlichen Ort fand ich die zwei Bedeutungen des Wortes »berühren« so eng verknüpft wie dort.

Unsere Vorfahren haben oft das Hab und Gut drangegeben, haben weder Strapazen noch Gefahren gescheut, um einmal in Jerusalem zu sein. Das ist einfacher geworden. Aber nicht unbedeutender. Nicht von ungefähr steht in vielen Diözesen im Rahmen des propädeutischen Auftakts der Priesterausbildung ein Israelaufenthalt. Die Schrift soll vor Ort studiert und meditiert werden. Wer einmal in Jerusalem war, wird insbesondere die Passion und die Auferstehung Jesu innerlich anders »bebildern«, wird Assoziationen haben, die von der Ausstrahlung der Orte leben.

Den meisten unserer Hörer aber fehlt dieser Zugang, der für viele Predigerinnen und Prediger eine wertvolle Inspirationsquelle ist. Kann man in der Predigt die Hörer mitnehmen an die biblischen Orte? Lässt sich die »Predigt der Steine« und ihrer Geschichten an Menschen weitergeben, die sie nie gesehen haben?

Jürgen Werbick stellt Ihnen in diesem Heft seinen Versuch zur Verfügung, die Topografie der Passion Jesu in die Verkündigung einzubeziehen und sie zusammenzubringen mit der seelischen Topografie unserer Leiden und Tode, Abgründe und Schuld, unserer Zukunftslust und unseren Auferstehungserfahrungen. Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht erhalten so eine durchgehende Linie, die jeden Prediger – ob er nun die unmittelbare Ortserfahrung teilt oder nicht –, anregen kann, seine Hörerinnen und Hörer im Jerusalemer Szenario durch die Heilige Woche zu führen.

Zusammen mit den Redaktionskollegen wünsche ich Ihnen eine gesegnete Zeit der Vorbereitung, der Verkündigung und der Feier der österlichen Geheimnisse!

Ihr

Thomas Luksch

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