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Wort an die Leser
Liebe Kolleginnen und Kollegen in der Verkündigung,

nicht jeder »Ohrwurm« wurmt mich. Oft ist es eine Liedzeile aus den Gesängen des letzten Gottesdienstes, die da unvermittelt auftaucht, beim Spülen oder beim Radfahren; sie will einfach noch ein wenig nachklingen, denke ich mir dann. Und ich lasse sie. Der Liedvorrat, der in mir schlummert, ist bunt und ich habe ihn mir nicht bewusst ausgesucht. Nicht nur Versatzstücke aus der U- und der E-Musik gehören dazu, sondern eben auch Zeilen aus Gottesdienst-Gesängen. Das reicht von einem Taizé-Magnificat zu Kleppers »Die Nacht ist vorgedrungen«, von Oosterhuis »Ich steh vor dir mit leeren Händen Herr« zu der seit Kindesbeinen vertrauten Psalmvariante »Mein Hirt ist Gott der Herr«, und vieles, vieles mehr. Ziehe ich Bilanz über die Jahre und Jahrzehnte als Gottesdienstbesucher, so stelle ich fest: Tiefer als die vielen gehörten Predigten sind Liedzeilen in mein Sinnrepertoire eingegangen. Sie tauchen auf und sind einfach da. Manchmal sind die Bezüge klar und manchmal sind sie ein Rätsel. Manchmal nervt der Ohrwurm, zumeist aber nicht, sondern ist ein Begleiter, den ich zwar nicht eingeladen habe, der aber willkommen ist.

Vielleicht unterschätzen wir Predigende die Kraft der gesungenen Texte. Gegenüber den Predigtworten haben sie eine deutlich größere Beständigkeit, gehen in uns ein über die Verlangsamung beim Singen, über die Resonanz der eigenen Stimme inmitten des Gemeindegesangs, über die Wiederholung jahrein, jahraus, sickern in die Tiefe – und tauchen wieder auf, stehen zur Verfügung, wenn eine Stimmung oder eine Situation nach einem Ausdruck verlangt. Was der Predigende mit viel Überlegung und bisweilen Mühe unternimmt, nämlich die Botschaft des Glaubens mit dem Alltag zusammenzubringen: der geistliche Ohrwurm schafft es spielend.

Peter Seul widmet seine Predigt zum 20. Sonntag im Jahreskreis dem Singen, und in den Kasualien finden sich wieder zwei Predigten zu bekannten Gotteslob-Liedern; potentielle Ohrwürmer auch sie.

Viel Freude bei der Liedauswahl wünscht – mit herzlichen Grüßen aus der Redaktion (puk-redaktion@gmx.de) Ihr

Thomas Luksch

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