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Wort an die Leser
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst,

Anrührend predigen? In den Themen-Artikeln dieses Jahres wird in »Der Prediger und Katechet« darüber nachgedacht, wie die Worte der Predigt anrühren, zu Herzen gehen, beunruhigen und motivieren können. Was für Worte gilt, gilt umso mehr für Bilder. Wir Menschen sind auditiv und visuell. Unter dem Einfluss des Fernsehens und des Internets haben die Bilder eine Bedeutung und Prägekraft erhalten, wie sie vermutlich in der Geschichte einzigartig ist. Damit stellt sich auch die Frage, ob und wie die Bilder wirklich sind und wirken, wozu sie motivieren oder verführen, wie echt oder inszeniert sie sind, auf wen sie verweisen und wem sie dienen.

Am 1. Mai wird Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Die Bilder seines Lebens werden uns in diesen Tagen neu vor Augen gestellt. Da ist der junge, dynamische, sportliche Karol Woytila; der von den Kugeln des Attentäters getroffene und den Gewalttäter im Gefängnis besuchende Papst; der gemeinsam mit Geistlichen verschiedener Konfessionen in Assisi betende Kirchenführer; der den Boden der verschiedenen Kulturen durch einen Kuss der Erde würdigende Weltreisende; der seine Krankheit tragende, gebeugte alte Mann. Mit wachem Gespür für das mediale Zeitalter hat Papst Johannes Paul öffentlichkeitswirksame Zeichen gesetzt, etwa beim Besuch in seiner polnischen Heimat, an der Klagemauer in Jerusalem oder beim Schuldbekenntnis zur Jahrtausendwende in Rom. Und seine Beerdigung wurde für Millionen Menschen rund um den Globus zu einem Dokument christlicher Auferstehungshoffnung.

Anlässlich der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. am Barmherzigkeitssonntag wünsche ich uns, dass die Bilder seines Pontifikates uns anrühren und herausfordern; dass diese Bilder nicht leere Versprechen oder Vorspiegelung falscher Tatsachen sind, sondern ermutigende, eine neue Wirklichkeit stiftende Zeichen: für den Dialog der Religionen, für die Wertschätzung der Kulturen, für ein Klima der Versöhnung, für die lebenswahrhaftige Annahme des menschlichen Versagens, für das Tragen des Leidens, die Hoffnung auf Auferstehung und eine Kultur des Lebens.

So grüße ich Sie im Namen der ganzen Redaktion und wünsche Ihnen eine intensive Karwoche und eine gesegnete Osterzeit.

Ihr

Siegfried Kleymann

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