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Titelcover der aktuelle Ausgabe 6/2026 – klicken Sie für eine größere Ansicht
Die Schriftleitung
»Prediger und Katechet« ist die älteste und auflagenstärkste Predigtzeitschrift im deutschsprachigen Raum.
Sie bietet homiletisch qualifizierte Hilfen für alle in der Verkündigung Stehenden: Priester, Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit diesem Dienst beauftragte Laien.

Unsere aktuelle Ausgabe 6/2026 mit folgenden Beiträgen:
Wort an die Leser
Siegfried Kleymann

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vor 20 Jahren bin ich als Jüngster in die Redaktion des puk eingetreten, mit Ende dieses Jahrganges scheide ich als inzwischen Ältester aus der Redaktion aus. Für viele Jahre war ich für den Bereich Kasualien verantwortlich und konnte danach fragen, wie bei Sakramenten und in Segensfeiern, beim Heiligengedenken und zu vermeintlich weltlichen Anlässen, an Hochfesten und in Werktagsgottesdiensten sowie an Alltagsorten das Evangelium zur Sprache gebracht werden kann. »Biblisch inspiriert, theologisch fundiert, aktuell reflektiert« – dieses Motto haben wir als Redaktion vor einiger Zeit programmatisch auf den Titel des puk gesetzt. Es steht für den Anspruch, Ihnen Anregungen und Handwerkszeug zu geben, damit Sie mit Ihrer Persönlichkeit, Ihren Fragen und Ideen und im Kontext Ihrer konkreten Lebensrealität nach treffenden Worten und ermutigenden Bildern suchen können.

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Leseprobe 1
33. Sonntag im Jahreskreis
Thomas Neuberger

II. Das Leben nicht vergraben (Mt 25,14–30)

 


Zwischen Bewahren und Leben

Es gibt Menschen, die bewahren alles auf. Die schöne Kerze wird nicht angezündet, weil sie zu schade ist. Das gute Geschirr bleibt im Schrank. Die besondere Flasche Wein wartet auf den perfekten Anlass. Und manchmal wartet sie so lange, bis der Anlass nie kommt. Dieses Verhalten begegnet uns nicht nur bei Dingen. Oft gehen wir auch mit unserem Leben so um. Wir versuchen, nichts zu verlieren, keine Fehler zu machen, kein Risiko einzugehen. Lieber vorsichtig als enttäuscht. Lieber sicher als verletzt. Doch irgendwann stellt sich eine entscheidende Frage: Habe ich zwar alles bewahrt – aber auch wirklich gelebt? Genau an dieser Stelle setzt das Evangelium vom anvertrauten Geld an.

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Leseprobe 2
DAS THEMA: WELTWAHRNEHMUNGEN
Marianne Heimbach-Steins

Überall Krise: Was lässt uns hoffen?

 


In Krisenzeiten von Hoffnung zu reden – ist das unzeitgemäß oder erst recht an der Zeit? Jean-Pierre Wils schreibt: »Angesichts der sich überlagernden Krisen, in denen wir leben, und nicht zuletzt mit Blick auf die Klimakatastrophe, scheint es geradezu vermessen, über Hoffnung im Modus ihrer Verteidigung zu sprechen.«1 Um gleich ein kräftiges »Aber« dagegen zu setzen: »Man kann nur ›Hoffnung haben‹, wenn man ›Hoffnung ausübt oder tätigt‹. […] Weil sie sich mit den Verhältnissen nicht abzufinden gedenkt, fahndet sie nach Möglichkeiten. […] Die Wirklichkeit […] enthält Potenziale zu ihrer Verbesserung und die Hoffnung ist jene Tätigkeit, die diese Potenziale in die Realität überführen möchte.«2

Wer die Fragen nach dem Wozu (Zielsetzung) und dem Wie (der Gestalt) des Zusammenlebens nicht stillstellen will, ist gut beraten, gerade jetzt von Hoffnung zu sprechen – als Suchauftrag: »Die Suche und Rede von Hoffnung qualifiziert die Gegenwart über den Tag hinaus.«3

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