»Der Prediger und Katechet« ist die älteste und auflagenstärkste Predigtzeitschrift im deutschsprachigen Raum.
Sie bietet homiletisch qualifizierte Hilfen für alle in der Verkündigung Stehenden: Priester, Pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, mit diesem Dienst beauftragte Laien.
Unsere aktuelle Ausgabe 1/2012
mit folgenden Beiträgen:
Wort an die Leser
Hubert Brosseder
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst!
Unübersehbar wird auf der – in hoffnungsvollem Grün gehaltenen – Umschlagseite unserer Zeitschrift für 2012 wieder ein Jubiläumsjahr angezeigt: 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil. Alle, die dieses Ereignis erlebt haben, sind inzwischen siebzig Jahre und älter geworden. Für diese Generation, zu der ich ebenfalls gehöre, ist es nicht ganz einfach, bei Konzilserinnerungen nicht in die Form von Veteranentreffen abzudriften.
Zielsatz: Die Liebe Gottes zum Menschen gibt ein wahres Selbst-Bewusstsein, das Menschen verändern kann.
Heute zu seinem Recht kommen
Wer verzichtet schon freiwillig auf sein Recht? Wer ist von sich aus schon bereit, ein ihm zustehendes Recht nicht in Anspruch zu nehmen? Allein um schon nicht als dumm und hinterwäldlerisch zu gelten, ist man darauf aus, sich sein Recht zu verschaffen. Ob es um Reklamationen von Waren geht, die einen kleinen Defekt haben oder wo der Farbton nicht mit dem im Katalog abgebildeten übereinstimmt. Ob es Lieferzeiten sind, die nicht eingehalten werden oder Handwerker nicht pünktlich sind, schnell wird zum Telefonhörer gegriffen und sich beschwert oder vom Preis etwas abgezogen, um zu seinem Recht zu kommen.
I. Das Reich Gottes tatkräftig bezeugen (Mk 1,21–28)
Zielsatz: Als Getaufte sind wir berufen, das so vertraute Evangelium neu an uns heranzulassen und tatkräftig zu bezeugen.
Theologie statt Sensationsmeldung
Dass sich der Ruf Jesu schnell im ganzen Gebiet von Galiläa verbreitet, ist nicht verwunderlich. Denn so eine Dämonenaustreibung ist spektakulär – eine Sensation. Eine solche Geschichte verbreitet sich in Windeseile – ganz von allein – durch bloße Mund-zu-Mund-Propaganda. Dazu braucht es keine Bildzeitung und keine … (Lokale Zeitung einsetzen) – auch kein Fernsehen oder Internet. Doch anders als viele Nachrichten und Pressemitteilungen hat unser Evangelium Langzeitwirkung.